… Steph schleppt sich mit den weißen Trennwänden ab, als ich die Treppe herunterkomme.
  »Warte, ich helfe dir. Du musst das doch nicht alleine machen, es ist viel zu schwer!«, ich nehme mir das andere Ende der Trennwände und gemeinsam bringen wir sie in die Küche.
  »Puh! …, das hätten wir geschafft! Ich dachte wirklich, ich wäre kräftig genug, diese Eisendinger allein zu tragen. Wahrscheinlich bin ich zu viel mit Jake zusammen und fühle mich daher stärker, als ich in Wirklichkeit bin. Da habe ich doch glatt vergessen, dass Muskeln nicht ansteckend sind, sondern erarbeitet werden müssen!«, lachend stellt sie mit mir zusammen die Trennwände vor dem Küchentresen auf.
  »Meinst du, hier stehen sie gut? Wir brauchen noch etwas mehr Licht, sonst sieht man die Aura nicht deutlich genug. Wir wollen die Prinzen ja zum Staunen bringen, oder?«, fragend sehe ich Steph an, die noch etwas an den Wänden herumschiebt.
  »Wir haben doch diese Lampen, die auf dem Ständer. Die hatten wir uns doch damals geholt, als wir Fotos vom
Amarylion gemacht haben. Weißt du noch?«, sie sieht mich an und deutet zum Abstellraum an der Treppe: »Ich glaube, die stehen bei den Stühlen ganz hinten in der Ecke.«, kaum hat sie es ausgesprochen, flitzt sie auch schon los, um nachzusehen.
  »Ja, ich habe sie letztens dort gesehen, du könntest recht haben«, rufe ich ihr hinterher. Mein Blick geht zur Uhr und es sind noch gute fünfzehn Minuten bis unsere Männer hier eintrudeln.
  »Verflucht …! Aua …! Wieso muss ich mir immer den Kopf in diesem Abstellraum stoßen? Entweder bin ich zu groß oder dieser Abstellraum zu klein.«, ich höre Steph laut fluchen und ein paar Minuten später kommt sie triumphierend in die Küche. In jeder Hand hält sie eine Lampe, die auf einem Dreibeinständer feststeckt. »Ich habe sie gefunden! Nun müssen wir beten, denn ich weiß nicht, ob sie noch funktionieren. Die standen ja nun jahrelang völlig vergessen unter der Treppe.«, mit dem Stecker einer der Lampen in der Hand, geht sie zur Steckdose. Keine drei Sekunden später ist es gleißend hell in der Küche. Sie nimmt den zweiten Stecker und steckt auch diesen in die Dose ein und nun ist es so hell in der Küche, als würden wir uns in einem Fotostudio befinden: »Püppi, reicht das an Licht?«, blinzelnd sieht sie mich an und fängt herzhaft an zu lachen.
  »Das Licht ist ganz schön hell, aber wir brauchen es ja nur fürs Aura sehen, anmachen. Warum lachst du so?«
  »Jetzt brauchen wir Theater Make-up, sonst sieht man jeden Pickel in unseren Gesichtern, mag er auch noch so klein sein. Du siehst in dem Licht ganz blass aus Mily, richtig unheimlich. Na, hoffentlich flüchten die Prinzen nicht bei so viel Scheinwerferlicht, weil sie uns so deutlich sehen können.« Stephs Lachen erfüllt die ganze Küche und ich lasse mich von ihr anstecken.
  Wir sind beide am Herumalbern, wie unvorteilhaft die Scheinwerfer für uns Frauen sind, und bemerken gar nicht, dass die beiden Prinzen die Küche betreten.
  »Oh …, hier ist schon gute Stimmung J.C.!« Jake betritt als Erster die Küche und hinter ihm erscheint das schmunzelnde Gesicht von Jayden.
  »Findest du nicht auch, dass die Prinzessinnen heute etwas blass aussehen?« Jayden kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm. Seine Hand legt er auf meine Stirn: »Fieber hat meine nicht Jake«, lachend streicht er mir meine Locken nach hinten, um dann seine Lippen zärtlich auf meine zu legen.
  Jake und Steph sind in einen leidenschaftlichen Kuss vertieft, und als sie ihn endlich freigibt, muss er nach Luft schnappen: »Ich glaube, meine Prinzessin hat ganz hohes Fieber, ihr Mund glüht wie Feuer«, lachend duckt er sich, weil Steph ihm gerade einen Klaps andeutet.
  »Wofür sind denn die Lampen?« Jayden begutachtet die Stellwände und die Lampen, die an den Seiten stehen. »Machen wir heute auch noch ein Fotoshooting?«, fragend sieht er mich an.
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Leseprobe aus Amarylion - Zauber der Schmetterlinge Kapitel 1/Band 2
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